**Update 08:01 Uhr:** Anthropic hat nicht nur den 'Claude Tag' vorgestellt, sondern auch das verbesserte KI-Modell Sonnet 5 veröffentlicht. Zudem kündigte das Unternehmen an, die Modelle Fable 5 und Mythos 5 wieder nutzbar zu machen.

Anthropic testet eine neue Funktion namens 'Claude Tag'. Anthropic ist bekannt für sein KI-Sprachmodell Claude. 'Claude Tag' ist ein Computerprogramm, das wie ein Kollege in Firmen-Chats wie Slack mitarbeitet. Das Programm lernt dabei aus den Gesprächen.

Dieser Schritt ist wichtig, weil die Künstliche Intelligenz (KI) von einem einfachen Werkzeug zu einem aktiven Teammitglied wird. 'Claude Tag' ist nicht nur ein Chatbot, also ein Programm, das Fragen beantwortet. Es ist ein Assistent, der immer aktiv ist. Das kann die Zusammenarbeit in Teams stark verändern. Für Firmen bedeutet das, dass sie viel effizienter arbeiten können. Effizienzgewinne bedeuten, dass Aufgaben schneller und mit weniger Aufwand erledigt werden. Es gibt aber auch neue Herausforderungen. Dazu gehören der Schutz von Daten und die Kontrolle über die interne Kommunikation.

Anthropic hat 'Claude Tag' in einer ersten Testphase vorgestellt. Dieser KI-Agent kann direkt in Slack-Kanälen markiert werden, indem man @Claude eingibt. Er kann dann Fragen beantworten oder Aufgaben verteilen. Das Programm lernt aus den laufenden Team-Gesprächen. So wird es tief in die interne Kommunikation von Firmen eingebunden.

Für Angestellte oder Freelancer ändert sich vieles. Ihre digitalen Gespräche könnten plötzlich von einer KI mitgelesen und analysiert werden. Das kann stressige Aufgaben abnehmen. Es kann aber auch das Gefühl erzeugen, dass ein unsichtbarer Mitarbeiter immer zuhört. Man muss bewusster entscheiden, welche Informationen man in Team-Chats teilt. Man muss auch überlegen, wie vertraulich die digitale Kommunikation wirklich ist.

Firmen könnten mit 'Claude Tag' ihre Produktivität stark steigern. Produktivität bedeutet, wie viel Arbeit in einer bestimmten Zeit erledigt wird. Der KI-Agent könnte Routinefragen beantworten. Er könnte auch Protokolle zusammenfassen oder Aufgaben aus Chat-Verläufen finden. Doch der Preis ist hoch. Firmen müssen neue Regeln für den Datenschutz entwickeln. Sie müssen sicherstellen, dass sensible Informationen nicht unbeabsichtigt von der KI gelernt oder weitergegeben werden. Sensible Informationen sind zum Beispiel Geschäftsgeheimnisse oder persönliche Daten. Der Kontrollverlust über interne Daten ist ein echtes Risiko.