Die EU-Kommission hat einen Leitlinienentwurf vorgelegt, der die Definition von Hochrisiko-KI-Systemen präzisiert. Ziel ist es, Marktüberwachungsbehörden und Unternehmen eine klare Orientierung zu geben, welche KI-Anwendungen künftig besonders strengen Auflagen unterliegen.
Bisher gab es oft Unsicherheiten, welche KI-Systeme als 'Hochrisiko' eingestuft werden und welche nicht. Der neue Entwurf soll diese Lücke schließen und eine einheitliche Anwendung des EU AI Act gewährleisten.
Für Unternehmen im DACH-Raum bedeutet dies, dass sie ihre bestehenden und geplanten KI-Systeme genau überprüfen müssen. Systeme, die in Bereichen wie kritische Infrastruktur, Bildung, Beschäftigung oder Justiz eingesetzt werden, könnten betroffen sein.
Die Leitlinien legen fest, dass solche Hochrisiko-KI-Systeme vor dem Inverkehrbringen einer Konformitätsbewertung unterzogen werden müssen. Zudem sind strenge Anforderungen an Datenqualität, Transparenz und menschliche Aufsicht vorgesehen.
Quelle: heise.de, Stand: 2026-05-20.






